Görlitz – Vor dem Landgericht Görlitz hat am Montagmorgen der Prozess gegen einen 35-jährigen Verkäufer aus Weißwasser begonnen. Der Mann sitzt seit dem 23. September 2025 in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, einen Mann aus Eifersucht getötet zu haben. Gleich zu Beginn der Verhandlung legte der Angeklagte ein Geständnis ab.

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der heute 35-Jährige geglaubt haben, seine Verlobte habe eine Affäre mit ihrem Cousin. Dieser Verdacht kostete den Mann schließlich das Leben.

Am Tattag, dem 22. September 2025, eskalierte die Situation offenbar in der gemeinsamen Wohnung. Der Angeklagte soll seine Verlobte u.a. geschlagen und unter Druck gesetzt haben. Unter der Androhung weiterer Gewalt zwang er sie demnach, ihn zur Wohnung ihres Cousins zu begleiten.

Dort soll die Frau auf Anweisung des Angeklagten den späteren Geschädigten an die Haustür gelockt haben. Als dieser erschien, kam es laut Anklage zur tödlichen Attacke: Plötzlich und ohne Vorwarnung soll der Angeklagte dem Mann mit einem Springmesser mit etwa zehn Zentimeter langer Klinge mit voller Wucht in die linke Schläfe gestochen haben.

Der Mann erlag später seinen schweren Verletzungen.

Während der Verhandlung wandte sich der Angeklagte auch an die Angehörigen des Opfers, die als Nebenkläger im Saal waren. Bei ihnen entschuldigte er sich für die Tat.