Am Dienstagmorgen hat vor dem Landgericht Görlitz der Prozess gegen einen 60-jährigen Mann begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schweren sexuellen Missbrauch seiner damals minderjährigen Tochter in mehr als 60 Fällen vor.

Laut Anklage sollen sich die vorgeworfenen Taten im Zeitraum zwischen August 2007 und März 2008 ereignet haben. Zudem steht ein weiterer Vorwurf aus den Jahren 2002 oder 2003 im Raum.

Die heute erwachsene Geschädigte nimmt als Nebenklägerin an dem Verfahren teil und wird durch einen Rechtsanwalt vertreten. Zu Beginn der Verhandlung beantragte der Nebenklagevertreter den Ausschluss der Öffentlichkeit für die Verlesung der Anklageschrift. Das Gericht gab diesem Antrag nach kurzer Beratung statt.

Der Angeklagte äußerte sich zum Prozessauftakt zunächst nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Im weiteren Verfahren ist auch eine Sachverständige beteiligt, die unter anderem die Glaubhaftigkeit der Aussagen bewerten soll.

Der Prozess dauert an. Ein Urteil ist bislang nicht gefallen.

Hinweis: Bei den genannten Vorwürfen handelt es sich um den Inhalt der Anklage. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.