Zittau – Nach der Androhung von Gewalttaten an der Richard – von – Schlieben – Oberschule am vergangenen Freitag, hat die Schulleitung am selben Abend Maßnahmen zur Sicherung des Schulbetriebs angekündigt. Trotz der Einschätzung, dass von keiner Ernsthaftigkeit der Drohung auszugehen sei, wurden für die darauffolgende Woche verstärkte Kontrollen in Aussicht gestellt.
Diese Maßnahmen traten am Montag in Kraft: Hunderte Schülerinnen und Schüler mussten bei Temperaturen um 3 Grad Celsius teils über längere Zeit im Freien ausharren. Zwischen 9:30 Uhr und 11:10 Uhr kam es zu erheblichen Wartezeiten beim Einlass in das Schulgebäude.
Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, wurden die Einlasskontrollen, die von der Schule veranlasst wurden, durch Bürgerpolizisten unterstützt. Die Maßnahmen sollen nach aktuellem Stand bis zum Ende der Woche fortgeführt werden – zumindest solange, bis ein möglicher Tatverdächtiger ermittelt werden kann.
Die Situation sorgt bei vielen Betroffenen für Unmut, gleichzeitig wird jedoch die Notwendigkeit von Sicherheitsvorkehrungen in den Fokus gerückt. Die Meinungen zu den durchgeführten Kontrollen gehen dabei auseinander – insbesondere mit Blick auf deren tatsächliche Effektivität.
