Varnsdorf / Großschönau– Tschechische und deutsche Feuerwehren übten im tschechischen Varnsdorf.

Nach einer längeren Pause konnten deutsche und tschechische Kameraden wieder gemeinsam üben. Die von der Feuerwehr geplante Übung fand am Samstag in Varnsdorf, eine Stadt im benachbarten Tschechien, statt. Bereits seit 1967 besteht die Freundschaft zwischen den beiden Orten und seit 1996 gibt es einen Löschhilfevertrag, der es möglich macht, dass Länderübergreifend geholfen werden kann. Das dieses Prinzip funktioniert zeigte der Großbrand vor kurzem im deutschen Saalendorf.

Szenario

Als Szenario wurde ein Brand in einem Nachtclub angenommen der schon lange leer steht. Im Gebäude waren drei Personen die es zu retten galt. Auch die Löschwasserversorgung musste beim Einsatz bedacht werden.

Der Einsatz

Alarmiert wurden die Feuerwehren aus Großschönau und Varnsdorf zu der realitätsnahen Übung kurz nach 15 Uhr. Als die ersten Kräfte eintrafen, war das gesamte Gebäude völlig verqualmt. Zwei Räume standen in Vollbrand und die Flammen schlugen aus den Fenstern. Aus dem Obergeschoss waren Hilferufe zu hören (Übungsannahme). Sofort begannen mehrere Trupps mit der Menschenrettung – u.a. über Steckleitern. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchten parallel das Gebäude nach weiteren Personen. Zwei Personen wurden von den Kameraden aufgefunden und gerettet. Da das vorhandene Löschwasser aus den Fahrzeugen nicht ewig reichen würde, wurde von den Kameraden eine stabile Wasserversorgung aus der etwa 200 Meter entfernten Mandau aufgebaut.

Unterm Strich waren beide Wehren mit dem Ergebnis der Arbeiten zufrieden. Leider gab es zwei Verletzte Kameraden zu beklagen. Ersten Informationen nach sind aber beide wohl auf und mussten nicht in einem Klinikum aufgenommen werden. Es kamen 30 Kameraden mit 5 Fahrzeugen zum Einsatz.